Neuer Trend? Londoner Museen sind eher bereit, Schätze an Herkunftsländer zurückzugeben

Neuer Wind in den Londoner Museen? Bild: claudiodivizia/Canva

Zwei renommierte Museen in London sind offen dafür, fragwürdig erworbene Objekte in ihre Heimatländer zurückzugeben. Das Horniman-Museum wird mehrere Artefakte aus seiner Sammlung nach Nigeria zurückgeben, während das British Museum erklärt hat, dass es für den kulturellen Austausch von Artefakten mit Griechenland offen ist. Nach Jahrzehnten des Stillstands und der mangelnden Bereitschaft, eine Rückführung überhaupt in Betracht zu ziehen, scheinen die Museen in London einen Politikwechsel zu zeigen.

Horniman-Museum

Das Horniman Museum, das im vergangenen Juli die Auszeichnung „Art Fund Museum of the Year“ gewonnen hat, wird 72 Artefakte, darunter seine prestigeträchtige Sammlung von Benin-Bronzen, an Nigeria zurückgeben. Das Museum ist die erste staatlich finanzierte Institution, die 1897 von den britischen Streitkräften geplünderte Schätze zurückgibt.

Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem das Kuratorium des Museums einstimmig beschlossen hatte, das Eigentum an den historischen Artefakten an die nigerianische Regierung zu übertragen. Die Entscheidung des Vorstands erfolgte in Absprache mit der nigerianischen Gemeinde in London.

Die Vorsitzende des Horniman-Museums, Eve Salomon, erklärte: „Die Beweise sind sehr klar, dass diese Objekte durch Gewalt erworben wurden, und externe Konsultationen haben unsere Ansicht bestätigt, dass es sowohl moralisch als auch angemessen ist, ihr Eigentum an Nigeria zurückzugeben.“

Die nigerianische Regierung hat das Museum im Januar um Rückgabe der Objekte gebeten. Es ist geplant, die repatriierten Bronzeobjekte im Edo Museum of West African Art auszustellen. Das Museum soll 2025 eröffnet werden.

Die Sammlung umfasst einen Schlüssel zum Königspalast, ein Messinghahn-Altarbild, zeremonielle Gegenstände aus Elfenbein und Messing, Messingglocken und Alltagsgegenstände wie Fächer und Körbe. Das Highlight der Ausstellung werden die 12 antiken Messingtafeln sein, die Benin-Bronzen genannt werden.

British Museum

Seit Jahrzehnten hat das British Museum widerlegte die Ansprüche der griechischen Regierung über die Parthenon-Murmeln, im Volksmund Elgin-Murmeln genannt. Das Museum erwärmt sich jedoch für ein neues Arrangement des „kulturellen Austauschs“ mit Griechenland, as erzählt vom stellvertretenden Direktor des Museums, Jonathan Williams.

Im Interview mit Sonntag mal, sagte Williams: „Was wir fordern, ist eine aktive ‚Parthenon-Partnerschaft' mit unseren Freunden und Kollegen in Griechenland. Ich bin fest davon überzeugt, dass es Raum für ein wirklich dynamisches und positives Gespräch gibt, in dem neue Wege der Zusammenarbeit gefunden werden können.“ Das britische Museum erwähnt in seiner Erklärung, dass es bereit ist, die Skulpturen, wie sie es mit verschiedenen anderen Objekten tun, auszuleihen, damit sie der Öffentlichkeit auf der ganzen Welt gezeigt werden können, solange sie gepflegt und zurückgegeben werden.

Die alten Parthenon-Skulpturen verbleiben vorerst noch im Britischen Museum, aber Griechenland möchte, dass sie nach Athen zurückkehren. Bild: Justin Norris (Flickr) CC BY 2.0

Das Museum hat immer das Parlamentsgesetz von 1963 in Bezug auf die Parthenon-Murmeln durchgesetzt. Dieses Gesetz verhindert die Deakzessionierung von antiken Gegenständen, die seit dem 19th zu sein.

Ein Sprecher des Parthenon-Partnerschaftsprojekts weist darauf hin, dass der Versuch, ein geeignetes Arrangement zu finden, für Großbritannien und Griechenland kulturell von Vorteil sein wird. Das Abkommen wird es vielen wichtigen griechischen Artefakten ermöglichen, zum ersten Mal aus Großbritannien in ihre rechtmäßige Heimat Athen zurückzukehren.

Andere Museen sind bereit, Schätze zurückzugeben

Viele Museen in Großbritannien und dem Rest Europas ändern ihre Haltung, kontrovers erworbene Schätze zurückzuhalten. Ziel des Deutschen Ethnologischen Museums ist es, nur Nachbildungen von Skulpturen und Objekten auszustellen und die Schätze in die Herkunftsländer zurückzugeben. Das Cambridge Museum of Archaeology and Anthropology erklärte, dass das Museum die Objekte zurückgeben würde, wenn die Eigentümer einen Anspruch geltend machen würden.

Mit diesem Umdenken darf man hoffen, dass diese illegal erworbenen Schätze in Zukunft in ihre rechtmäßige Heimat zurückgebracht werden.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Englisch veröffentlicht. Texte in anderen Sprachen werden KI-übersetzt. Um die Sprache zu ändern: Gehen Sie zum Hauptmenü oben.

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