VR-Projekt zeigt, wie die Römer ihre Häuser bauten, um auffällig zu sein

Nach dem Ausbruch war ein Großteil von Pompeji überraschend gut erhalten. Bild über Wikimedia unter CC BY-SA 4.0
Nach dem Ausbruch war ein Großteil von Pompeji überraschend gut erhalten. Bild über Wikimedia unter CC BY-SA 4.0

Freiwillige erhielten VR-Headsets, um sich im Rahmen einer von der Universität Lund durchgeführten Studie in einer 3D-Version des Hauses der Beinamen in Pompeji umzusehen. Das Haus wurde beim berühmten Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. teilweise zerstört, aber viele der Kunstwerke im Haus sind noch erhalten.

Forscher bauten das pompejianische Haus als 3D-Modell in der Videospiel-Engine Unity nach. Das virtuelle Haus wurde in Anlehnung an die erhaltene Struktur in Pompeji entworfen. Daher sah es aus wie in der Römerzeit, einschließlich der Wandmalereien und Originalmerkmale. Freiwillige gingen dann mit VR-Headsets durch das Haus. Während sie dies taten, zeichneten Eyetracker in ihren Headsets auf, wohin sie schauten.

Die Forscher konnten die Daten der Eyetracker verwenden, um zu sehen, was die Freiwilligen im Haus als „auffällig“ empfanden. Der Designer des Hauses hätte die Aufmerksamkeit der Besucher auf ausgefallene oder teure Teile des Gebäudes lenken wollen. Bereiche, die für moderne Betrachter faszinierender waren, konnten digital lokalisiert werden.

Mithilfe der 3D-Tools konnten die Forscher auch die Lichtverhältnisse ändern, was zeigte, wie sich die Dinge zwischen Tag und Nacht unterscheiden könnten, sowie die Bedeutung von Schatten.

Obwohl dieses Projekt klein war, sind die Forscher hinsichtlich der Technik optimistisch. Es gibt eine Menge Literatur, die uns erzählt, wie die Römer ihre Gebäude entworfen haben, um auf eine bestimmte Weise betrachtet zu werden. Dies ist jedoch das erste Mal, dass Technologie verwendet wurde, um dies zu testen. Größere Projekte könnten uns mehr über die römische Architektur beibringen.

Das vollständige Forschungsprojekt finden Sie als Open-Access-Artikel unter Antike.

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