Wie sieht die Zukunft für russische Kunstleihgaben in Frankreich aus?

Der Transport von Kulturgütern ist immer eine Herausforderung, aber die Zukunft dieser Sammlung in russischem Besitz könnte diplomatische Auswirkungen haben

Die Staatliche Eremitage. Bild: Kwong Yee Cheng, via Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)
Die Staatliche Eremitage. Bild: Kwong Yee Cheng, via Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Die Morozov-Sammlung, die rund 200 bedeutende Werke europäischer und russischer Künstler umfasst, wurde kürzlich in Frankreich ausgestellt. Die Sammlung, die im Museum der Louis Vuitton Foundation ausgestellt ist, ist noch nie außerhalb Russlands gereist. Nun verursachen die Gemälde politische und logistische Probleme.

Die Werke wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von den Brüdern Morozov gesammelt, gingen jedoch nach dem Zusammenbruch des zaristischen Regimes in Staatseigentum über. Sie waren jahrzehntelang zwischen der Staatlichen Eremitage in St. Petersburg, dem Staatlichen Puschkin-Museum der Schönen Künste und der Staatlichen Tretjakow-Galerie in Moskau aufgeteilt. 2021 wurde die Sammlung auf einer temporären Ausstellung in Paris enthüllt.

Da Flüge von und nach Russland verboten sind und Straßenreisen riskant sind, stehen die Gemälde jedoch vor einer ungewissen Zukunft. Sie sollten nach Abschluss der Ausstellung am 3. April zurückgegeben werden, aber jetzt müssen die Werke von Künstlern wie Gauguin und Cezanne Frankreich noch verlassen.

Die russische Kulturministerin Olga Lyubimov sagte diese Woche, dass ein „Fahrplan“ für die Rückgabe von Artefakten erstellt wurde, die sich derzeit in Europa befinden. Konkrete Angaben machte sie jedoch nicht.

Vorerst ist die Logistik jedoch ein Problem, das die Museen lösen müssen. Derzeit betonen Beamte sowohl der Louis Vuitton Foundation als auch der russischen Museen die Bedeutung des Schutzes der Kunstwerke. Derzeit verbleiben sie im Museum in Paris.

Diplomatische Probleme vermeiden

In solch einer tragischen Zeit steht die Sorge um Russlands Kulturgüter ganz unten auf der Prioritätenliste. Verbindungen zwischen Museen in Europa und Russland wurden jedoch als äußerst wichtig für die Diplomatie und als Zeichen des Vertrauens angesehen. Bei der Eröffnung der Ausstellung im Jahr 2021 waren sowohl der französische Präsident Emmanuel Macron als auch die russische Kulturministerin Lyubimova anwesend.

Rechtliche Probleme bei der Rückgabe von Objekten können Jahre dauern, bis sie gelöst sind, was wahrscheinlich alle beteiligten Museen zu vermeiden hoffen. Das Allard Pierson Museum in Amsterdam beispielsweise lagert seit 2014 Objekte von der Krim, nachdem sie für eine Ausstellung ausgeliehen wurden. Da sowohl der Staat der Ukraine als auch die Museen der Krim Anspruch auf die Objekte erheben, gibt es seit über 7 Jahren keine klare Lösung, wohin sie gehen sollen. Da das Urteil über ihre Rückgabe an die Ukraine noch aussteht, bleiben die Objekte in Amsterdam sicher aufbewahrt.

Im März gab Russland einige Gegenstände an europäische Museen zurück, darunter die Prado-Museum und die Waffenkammer des Königspalastes von Madrid.

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