Mittelalterliche Google Maps und vier weitere historische Apps und Websites zum Ausprobieren

Bild: ORBIS/Bibliotheken der Stanford University
Bild: ORBIS/Bibliotheken der Stanford University

Wollten Sie schon immer wissen, wie lange es dauert, durch das Römische Reich zu reisen? Möchten Sie antike Statuen bequem von Ihrer Couch (oder Ihrem Schreibtisch) aus betrachten? Hier ist eine Auswahl interaktiver Elemente und Webseiten, die Ihnen dabei helfen, ein paar Stunden zu verbringen – und vielleicht auch etwas zu lernen.

Interaktive (alte) Reisekarten

Von einer Seite des Römischen Reiches zur anderen zu gelangen, wäre keine leichte Aufgabe gewesen. Forscher in Stanford haben jedoch eine interaktive Karte entworfen, die uns einen Eindruck davon vermitteln kann, wie das Reisen während der Römerzeit gewesen wäre. ORBIS basiert auf Daten von über 600 historischen Stätten und deckt fast 10 Millionen Quadratkilometer ab und gibt einen kleinen Einblick in die Realität des Reisens im Jahr 200 n. Chr.

Laut ORBIS würde eine Reise zwischen London und Rom fast einen Monat dauern – verglichen mit weniger als drei Stunden bei einem modernen Linienflugzeug! Die Fahrt in einer Kutsche konnte fast 1000 Denare kosten, ungefähr drei Jahreslöhne für einen damaligen Soldaten.

Schauen Sie sich ORBIS an

Für diejenigen, die sich für das späte Mittelalter in Westeuropa interessieren, gibt es eine ähnliche Karte: Viabundus. Ursprünglich als Digitalisierung von Friedrich Bruns und Hugo Weczerka geplant Hansische Handelsstraße (1962) enthält Viabundus nun historische Routen aus weiten Teilen Nordwesteuropas,

Derzeit kann das Tool zwischen 1350 und 1650 jedes Jahr eine so extreme Route wie Brügge nach Moskau planen. Laut Karte würde diese Reise fast ein Drittel eines Jahres dauern – mit der Zahlung der vielen Mautgebühren und Fähren auf dem Weg.

Wenn Ihre Heimatstadt nicht auf der Karte ist, halten Sie als Team Ausschau Das Straßenprojekt erforschen weiterhin mittelalterliche Routen und planen, Viabundus mit weiteren Gebieten zu aktualisieren.

Von Belgien nach Russland ist es ein weiter Weg. Bild: Viabundus-Projekt, CC BY-SA

Google Kunst und Kultur

Der Technologieriese Google verspricht, „die Kunst und Kultur der Welt zu bewahren und online zu bringen, damit sie für jeden und überall zugänglich ist“. Sie haben sich mit Kulturinstitutionen auf der ganzen Welt zusammengetan, um qualitativ hochwertige Darstellungen von Artefakten, Stätten und Kunstwerken zu präsentieren. Sie präsentieren auch eine große Auswahl an Spielen und Interaktionen. Sie können sich die Werke und das Leben berühmter Künstler wie Rembrandt ansehen oder ein Worträtsel zum Thema Erbe spielen. In einem ihrer „Experimente“ können Sie sich an einer virtuellen Töpferscheibe an der Nachbildung historischer Gefäße versuchen.

Die Kunst- und Kulturplattform von Google gab es schon vor der Pandemie, und sie hatten eindeutig Zeit, ihr Produkt zu verbessern. Das Design ist elegant und modern und bietet eine einfache Einführung in viele historische und kulturelle Themen. Die große Auswahl an verfügbaren Ressourcen und Spielen macht es besonders für jüngere Geschichtsfans geeignet. Auch für Erwachsene ist dies ein großartiger Ort, um etwas über Kunst und die Vergangenheit zu lernen.

Google Kunst & Kultur

Olympia

Machen Sie eine Reise zurück ins antike Griechenland mit Gemeinsamkeiten. Der ursprüngliche Ort der Olympischen Spiele wurde von Microsoft in Zusammenarbeit mit dem griechischen Ministerium für Kultur und Sport nachgebaut. Es gibt ein paar kuratierte „Touren“ durch das Gelände, oder Sie können frei um die 3D-Modelle herumfliegen. Sie können sogar viele der virtuellen Gebäude betreten, wie z. B. die Werkstatt von Pheidias, in der die Zeus-Statue (eines der Weltwunder der Antike) hergestellt worden wäre.

Es ist jedoch kein Ersatz für den Besuch der realen Stätte in Griechenland – obwohl Sie sich vielleicht inspiriert fühlen, eine Reise nach Olympia zu buchen.

Verschenke es & Europeana

Irene Maseda (Madrid, Spanien)
Gif erstellt von Irene Masada. Original: Pampano de Acapulco, Suría, Tomás de, Biblioteca Virtual del Ministerio de Defensa via Europeana (CC0)

Jedes Jahr veranstaltet Europeana in Zusammenarbeit mit Partnern auf der ganzen Welt einen GIF-Erstellungswettbewerb.

'Verschenke es“ läuft im Herbst, und die Teilnehmer werden ermutigt, künstlerische Arbeiten aus einer Vielzahl von Datenbanken wiederzuverwenden, um GIFs zu erstellen.

Der Wettbewerb zeigt, wie wir alte Kunstwerke und Bilder adaptieren und ihnen einen neuen – vielleicht humorvollen – Aspekt verleihen können.

Europeana beherbergt einen umfangreichen Katalog von Fotografien und Kunstwerken aus vielen Institutionen in ganz Europa, von denen viele zur freien Verwendung lizenziert sind. Sie regen die Nutzer an, über die Möglichkeiten nachzudenken, wie alte Medien wiederverwendet werden können, und bieten Anleitungen zu Lizenzierung und Urheberrecht.