300 Millionen Euro für die Innovation des Kultur- und Kreativsektors bereitgestellt: „Es ist ein innovatives Ökosystem“

Ehrgeizige europaweite Partnerschaftsziele ziehen Kreative und Innovatoren auf dem ganzen Kontinent an

Helsinki wird in den kommenden Jahren einer der Dreh- und Angelpunkte für den EIT Culture & Creativity Track sein. Bild; Vladislav Zolotov (Canva)

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) hat kürzlich eine millionenschwere Wissens- und Innovationsgemeinschaft für Kultur und Kreativität angekündigt. Der sogenannte EIT Culture & Creativity Track zielt darauf ab, den Kultur- und Kreativsektor in Europa zu „stärken und zu transformieren“. Die neue europaweite Partnerschaft geht davon aus, etwa 300 Millionen Euro der EIT-Finanzierung unter Horizon Europe, einem EIT, aufzuteilen Pressemitteilung offenbart.

Investitionen in den Kultur- und Kreativsektor sind sicherlich willkommen, insbesondere nach den Schwierigkeiten seit der Pandemie. Nach Angaben des EIT beschäftigen die Kultur- und Kreativbranchen 7.6 Millionen Menschen auf dem gesamten Kontinent. Während der Pandemie verloren die Sektoren jedoch fast 200 Milliarden Euro an Einnahmen. Frühere Berichte über kämpfende Museen veranschaulichen die Schwierigkeiten und die Notwendigkeit weiterer Investitionen.

Das Hauptziel besteht darin, dem Sektor nicht nur zu helfen, sich von den Auswirkungen von COVID-19 zu erholen, sondern auch Geld zu investieren, um Kreative und Innovatoren anzuziehen, um „Innovationen zu stärken und Europas grüne und digitale Transformation voranzutreiben“. Die Gewinnerbewerbung zielt darauf ab, dies durch verstärkte multidisziplinäre Zusammenarbeit von Führungskräften der Hochschulbildung mit Wirtschaftswissenschaftlern der Kreativwirtschaft zu erreichen, um Geschäftsleute, Künstler und Designer auszubilden.

Gewinner des Wettbewerbs

Das EIT, eine Agentur der Europäischen Union, begann mit der Organisation des Investitionsprozesses, indem es im vergangenen Oktober eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen startete. Als Siegerbewerbung stellte sich das Netzwerk des ICE-Konsortiums (Innovation by Creative Economy) heraus. Es umfasst 50 Partner aus über 20 Ländern. Namhafte Partner sind unter anderem die Fraunhofer-Gesellschaft (federführender Koordinator), Philips Design, die Universität Tartu, die European Broadcasting Union und Junior Achievement Bulgaria.

Zum Auftakt kann die Partnerschaft auf einen Startfonds in Höhe von 6 Millionen Euro zählen, um sicherzustellen, dass die Startphase für alle Beteiligten reibungslos verläuft. Der ICE soll bis Januar 2024 voll betriebsbereit sein und weiterhin Mittel erhalten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Nach 10 bis 15 Jahren hofft die Partnerschaft, öffentliche und private Investoren anzuziehen, um „finanziell nachhaltig“ zu werden.

Paneuropäische Abdeckung

Die sechs CLCs in ganz Europa. Bild: EIT

Damit interessierte Kreative und Innovatoren auf dem gesamten Kontinent Zugang zur ICE-Partnerschaft haben, werden sechs sogenannte Co-Location Centers (CLC) in Amsterdam, Helsinki, Bologna, Barcelona, ​​Wien und Kosice eingerichtet. Diese Städte werden als Knotenpunkte für bestimmte Gebiete in Europa fungieren, wie im Bild gezeigt.

Anstatt bei den Zukunftszielen eher vage zu bleiben, was bei europäischen Großprojekten nicht ungewöhnlich ist, hat das EIT Culture and Creativity ein paar Strategien niedergelegt.

Einer der Schwerpunkte ist die Ausbildung von Kreativen innerhalb des Sektors und die Gewinnung von externem Wissen, das sehr nützlich sein kann, wenn es um Marketing oder grüne und technologische Innovationen geht. Das bedeutet, dass das Programm 1,500 Absolventen von EIT-zertifizierten Kursen, 44,000 qualifizierte Fachkräfte, 400 getestete Innovationen und 150 vermarktete Innovationen umfassen wird.

Auch in den kommenden Jahren soll das Netzwerk planmäßig weiter wachsen. Rund 1,100 Organisationen sollen beim Ausbau unterstützt und 80 Millionen Euro in 200 Start-ups investiert werden.

Auf Kultur setzen

Die ehrgeizigen Pläne sind klar und deutlich, und die Mittel dafür sind auch vorhanden. Die Europäische Kommission, Mariya Gabriel, zeigte sich erfreut darüber, dass das Programm versuchen wird, innovativ zu sein und aus dem vielfältigen kulturellen Ökosystem Europas Kapital zu schlagen. „Kultur ist nicht nur unsere gemeinsame Sprache, sie ist auch ein innovatives Ökosystem“, sagte sie. „Ich freue mich darauf, das Wachstum der Innovatoren und Start-ups dieses Sektors im Rahmen des innovativen Ansatzes des EIT zu beobachten, der das Leben der Europäer in den letzten zehn Jahren erheblich beeinflusst hat.“

Bernd Fesel, Sprecher des siegreichen ICE, konnte es kaum erwarten, mit der Arbeit an der Partnerschaft zu beginnen. „Unsere 50 Partner aus 20 Nationen haben mutige und mutige Ideen für die Rolle der Innovation in diesen Sektoren und Industrien, und wir freuen uns sehr darauf, Kreative mit Europas größtem Innovationsökosystem zu vereinen und hervorzuheben.“

Trotz der himmelhohen Ambitionen und der finanziellen Muskelkraft bleibt unklar, ob das kulturelle Erbe in diesen Plänen Platz findet. Da es wenig Details darüber gibt, was der „Kultur- und Kreativsektor“ im Einzelnen ist und welche Art von Industrien dazu gehören, können wir nur abwarten, welche Folgen das für das Kulturerbe haben wird.

Quelle: EIT

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Englisch veröffentlicht. Texte in anderen Sprachen werden KI-übersetzt. Um die Sprache zu ändern: Gehen Sie zum Hauptmenü oben.

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