Chancen und Ambitionen: die Zukunft junger Talente im Kulturerbe

Auf der jährlichen niederländischen Nationalkonferenz für Denkmäler wurden in einer interessanten Präsentation die vorläufigen Ergebnisse des Forschungsprojekts „Chancen und Ambitionen für junge Talente im Kulturerbe“ hervorgehoben. Das von der neu gegründeten Stichting Next Gen Heritage in Auftrag gegebene Projekt zielt darauf ab, die Integration junger Fachkräfte in den niederländischen Kulturerbesektor zu untersuchen und dabei aktuelle Herausforderungen wie die Auswirkungen des Alterns vieler im Kulturerbe tätiger Fachkräfte und die Faro-Konvention anzugehen.

Diese Präsentation auf der niederländischen Nationaldenkmälerkonferenz beleuchtete die entscheidende Notwendigkeit für den Kulturerbesektor, sich anzupassen und weiterzuentwickeln und dabei die Talente und Energien junger Fachkräfte zu nutzen. Die Erkenntnisse aus „Chancen und Ambitionen für junge Talente im Kulturerbe“ schaffen die Grundlage für zukünftige Entwicklungen und strategische Veränderungen in der Branche.

Schlüsselbereiche der Forschung
Die Forschung, die Teil der umfassenderen Initiative der Stichting Next Generation Heritage ist, konzentriert sich auf drei entscheidende Aspekte:

  1. Arbeitsmarktübersicht: Im ersten Teil der Präsentation wurde detailliert auf die Vielfältigkeit des Kulturerbesektors eingegangen, einschließlich der Unterschiede in den Ketten und Organisationsstrukturen wie im gebauten und grünen Kulturerbe, in der Archäologie, in Archiven und in Museen. Jedes Segment hat einen individuellen Bildungsbedarf und ist mit unterschiedlichen Engpässen konfrontiert, etwa bei manuellen Arbeitskräften oder bei Verwaltungsstellen.

    Die Forschung zeigt aber auch, dass das Kulturerbe zumindest in den Niederlanden immer mehr zu einem integralen Bestandteil größerer Prozesse wie der Stadtplanung oder dem Kampf gegen den Klimawandel wird. Daher verbringen Kulturschaffende, insbesondere diejenigen, die im öffentlichen Sektor arbeiten, ihre Zeit zunehmend in multidisziplinären Umgebungen und erfordern unterschiedliche Fähigkeiten und unterschiedliche Kombinationen von Erfahrung und Wissen.

  2. Perspektiven und Bestrebungen der Jugend: Die Präsentation konzentrierte sich auf die Ergebnisse im Zusammenhang mit Hochschulstudenten in Kulturerbebereichen. Es zeigte, dass die Studierenden ein sehr starkes Engagement für das Kulturerbe haben und mit ihrem aktiven Engagement für gesellschaftliche Themen in ihrer Nähe einhergehen, die vom Klimawandel über Wohnungsnot bis hin zum Bedürfnis nach Vielfalt reichen.

    Trotz ihres Enthusiasmus und ihres Ehrgeizes, Veränderungen in der Branche herbeizuführen, besteht eine klare Diskrepanz zwischen diesen jungen Bewerbern und der aktuellen Lage des Kulturerbesektors. Studierende bemerken häufig einen Mangel an sichtbaren Arbeitsmöglichkeiten, Praktika und Ausbildungsplätzen in diesem Bereich. „Wir merken überhaupt nicht, dass die Branche Nachwuchs braucht“, sagte einer der Befragten.

  3. Ideales Arbeitsumfeld
    Ebenso ist das ideale Arbeitsumfeld, wie es von jungen Berufstätigen im Kulturerbesektor definiert wird, von kleinen und agilen Organisationen geprägt. Diese Organisationen werden für ihre Flexibilität und ihr Engagement geschätzt, einen positiven Beitrag für die Zukunft zu leisten. Solche Arbeitsplätze gelten als innovative Lernumgebungen, in denen junge Fachkräfte wachsen und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können.

    Der Schwerpunkt liegt auch auf der Teamarbeit innerhalb dieser Organisationen, wo junge Berufstätige das Gefühl haben, dass ihre Beiträge ernst genommen und ihre Stimmen gehört und geschätzt werden. Diese Präferenz unterstreicht einen klaren Wandel hin zu einem dynamischeren, integrativeren und zukunftsorientierteren Ansatz am Arbeitsplatz.

  4. Aktueller Stand und Herausforderungen des Sektors: Der letzte Teil der Präsentation befasste sich mit der Funktionsweise des Kulturerbesektors. Obwohl es in den letzten zehn Jahren Erfolge gab, deutete die Präsentation darauf hin, dass der Sektor möglicherweise die Notwendigkeit übersieht, sich aktiv an die sich verändernde Gesellschaft und die Ambitionen der jüngeren Generation anzupassen. Die Aufgabe des Sektors besteht darin, seine Praktiken neu zu bewerten und als Gemeinschaft neue Strategien zur effektiven Integration junger Talente zu entwickeln.

Implikationen und zukünftige Richtungen
Die Präsentation betonte die Notwendigkeit, den Kulturerbesektor für junge Berufstätige zugänglicher und attraktiver zu machen. Dabei geht es darum, Arbeitsplätze auf ihre Karriereziele zuzuschneiden und ein flexibleres Umfeld zu schaffen, sie aber auch an die sich wandelnden Bedürfnisse von Arbeitsplätzen anzupassen, die zunehmend zu einem integralen Bestandteil komplexerer Prozesse werden.

Aufruf zur Zusammenarbeit
Zum Abschluss der Präsentation lud Stiftungsdirektor Herbert-Jan Hiep Interessenvertreter des Kulturerbesektors aus Regierung, Industrie und Bildung ein, mit der Stichting Next Generation Heritage zusammenzuarbeiten, um Pilotprojekte zu entwickeln. Diese sollten neue Formen der multidisziplinären und generationenübergreifenden Zusammenarbeit in einem Umfeld des „Learning-on-the-Job“ erforschen. Ziel der Stiftung ist es, einen Kulturerbesektor zu schaffen, der innovativ, integrativ und auf die Interessen der nächsten Generation ausgerichtet ist und seine Vitalität und Relevanz in der modernen Welt sicherstellt.

Kontaktieren Sie Herbert-Jan Hiep unter hiep@nextgenerationheritage.nl

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Englisch veröffentlicht. Texte in anderen Sprachen werden KI-übersetzt. Um die Sprache zu ändern: Gehen Sie zum Hauptmenü oben.

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